ekerJeden Tag, wenn ich an meine Küchenablage trete, liegt da neben den Vorratsdosen “Nüt (nichts!) und Zucker drüber”, he ja, äbe, einfach eine leere Ablage mit Zucker bestreut! Das fabriziert mein “Häuptling” jeden Tag.

Die gestreuten Kristallzuckerkörnchen sind so etwas wie Rauchzeichen, die besagen: „Ich mache mein Müsli jeden Morgen selber!“ Ich glaube, er tut das absichtlich. IMG_20150131_152622749Denn, wenn seine Frau das „Nüt und Zucker drüber“ sieht, hat er ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich gerichtet. Ich mag das nämlich nicht und „predige“ es ihm immer wieder mal. Doch heute kam mir plötzlich ein ganz anderer Gedanke: Vielleicht tut er das ja auch, damit ich ihn vermisse, wenn er mal nicht zu Hause ist. Dann nämlich gibt es kein „Nüt und Zucker drüber“. So wie heute: Er ist zwei Tage weg… – oh, wie ich meinen “Häuptling” vermisse!

Wir lachen darüber. Aber Hosea hatte als Prophet nichts mehr zu lachen, als er dem Volk verkündete: “Gott führt mit euch einen Rechtsstreit, weil es keine Wahrheit, keine Liebe und keine Gotteserkenntnis im Land gibt. Ihr geht zugrunde aus Mangel an Gotteserkenntnis!”

Mir ist, als ob Gott mir durch meinen lieben „Zuckerstreuer“ für diese Kolumne ausrichten will: „Tagtäglich predigt ihr über “Nüt und Zucker drüber”, aber mich, denn heiligen Gott, erkennt ihr nicht wirklich! Ihr habt euch nicht an mein Wort gebunden, sondern an den Zuckerguss des christlichen Glaubens. Statt euch an meine Rechtsordnung in meinem Wort zu binden und mich dadurch zu ehren, opfert ihr euch für geistliche Erfahrungen, schöpft aus den trüben Quellen frommer Bedürfnisse, und strebt heisshungrig nach einem Paradies auf Erden! Aber meine wahre Speise verachtet ihr! Ich bin gekommen, Sünder zu retten und nicht, um eurem Humanismus zu opfern! Wie lest ihr nur mein Wort?“

Ab heute lies die Bibel mit solcher Intensität, bis dir Gott selbst offenbart, warum König David die Gesetze des Herrn wertvoller als Gold und süsser als Honig erkannte! Psalm 19,11

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