DSC05209Das Stück Land mit meterhohem Unkraut hinter unserem Haus hat den Himmel auf Erden nicht erreicht. Neuschöpfung! Kran und Lastwagen streifen die Pfosten unseres Rosengartens, manövrieren sich wie eine Sardine in den schmalen Zufahrtsweg. Beton wächst in den Himmel hinauf. Vor unserer Haustür wird die Strasse aufgerissen. Unser Einfamilienhaus vibriert samt meiner Wenigkeit mit den Arbeitsmaschinen mit, als ob wir Schüttelfrost hätten. 50m links wird ein uraltes Haus wie ein abgestorbener Birnbaum gefällt. Ruinen werden weggebaggert. Eine riesige Landmaschinen-Werkhalle wächst auf dem neuen Fundament empor, und wenige Meter daneben entsteht ein gigantischer Wohnungsüberbau mit 44 Wohnungen. Unser Nachbar rechts baut einen Abstellplatz für sein Auto, und uns gegenüber wird gezügelt. Den Zugang zu unserer Haustür würde ich eher als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnen. Aber das Verrückteste ist: Ca. 20m neben unserem Haus wird in diesen Tagen DSC05404eine geologische Probebohrung gemacht, um die Umfahrung Burgdorf-Emmental unterhalb unserer Teppichvorlegern zu realisieren. Nein, auswandern geht nicht, denn das „Spektakel“ der Neuschaffung in meinem Herzen nehme ich überall mit. Alles muss sterben, was es nicht selbst in den Himmel schafft!

Aber da ist viel Trost in meinem Herzen: Die Neuschaffung, die Gottes Gnade in mir auf Golgatha am Tag Null begonnen hat, die übertrifft das Auslaufmodell Erde bei Weitem. Dieser Himmel in meinem Herzen ist noch nicht sichtbar, und das Sterben des „baufälligen Überbleibsel“ tut weh. Es zeigen sich Verschleisserscheinungen. Aber was wächst, ist Ostern in mir, die Kraft der Auferstehung, nicht zu verletzen, wo ich verletzt wurde, sondern das Licht Jesu wie in einem Spiegel zu reflektieren, von welchem ich angeleuchtet worden bin. Es ist genau diese Kraft, die die Welt sehen will, wenn durch Jesus etwas Neues in uns geworden ist!

Denn das Reich Gottes gründet sich nicht auf Worte, sondern auf Gottes Kraft! 1.Kor.4,20

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