Geburtstag-Damen-Weihnachten-Langarmshirt-Langar_1Unsere Kinder haben einen Begriff dafür, wenn sie mich für ihre Zwecke benutzen. Sie nennen es „Mamipulieren“. Sie wussten als Kids genau, wann der Moment gekommen war, bei mir ein flüchtiges JA abzusahnen. Nämlich dann, wenn ich z.B. in ein Buch vertieft war. Wenn ich später schimpfte, dass sie ohne Erlaubnis ihre Freunde zum Übernachten eingeladen hätten, dann kam der Protest umgehend, ich hätte es ihnen doch erlaubt. Am Tisch haben sie das „Mamipulieren“ von Vater abgeguckt. Man setze eine unschuldige Mine auf und frage mit suchendem Blick: „Hat es irgendwo Salz“? Und schon rennt Mam ihre Dienerlatschen ab! Noch heute machen sie sich über mich lustig. Vertieft in ein Gespräch wirft mein Sohn absichtlich sein Schoggistängelpapier vor meine Füsse, und schwupps, schon hebe ich es zur Belustigung meiner Kinder und Schwiegerkinder auf.

Bin-im-Urlaub

Gott dagegen lässt sich nicht  „Mamipulieren“. Gebet ist vielmehr das Mittel, mit dem ich auf Gott höre und mit IHM einverstanden bin. Die Beziehung, die Gott mit seinen Kindern pflegen möchte, erkenne ich besonders in der Geschichte, als er Abraham besuchte.

Da sprach der HERR: „Soll ich wirklich vor Abraham verbergen, was ich mit Sodom und Gomorra vorhabe? Nein, ich will es ihm nicht vorenthalten…“ 1.Mose 18,17

Der Impuls zur Fürbitte kommt immer von Gott selbst. ALLES in unserem Glauben geht zuerst von Gott aus. Gott wollte, dass Abraham seinen Wunsch aufnimmt und Fürbitte tut. Seine Mitteilung sollte Abraham dazu veranlassen, Gottes Erbarmen widerzuspiegeln und für die Verlorenen in den Riss zu stehen. Abraham wusste, dass er letztlich nicht würdig war etwas zu erbitten! Wenn wir Gott so erkannt haben, sollte uns dies eigentlich ermutigen, nicht nur für uns selbst zu beten, sondern auch für andere. Er ist der einzige, der nicht will, dass Menschen verloren gehen. Wir Menschen wollen das nur, wenn unsere Herzen erleuchtet und erfüllt sind vom Heiligen Geist.

Frage: Geht es mir um Gottes Verherrlichung in der Fürbitte, oder um „Mamipulation“?

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