IMG_2283Der Sound unserer Motorräder ist kein Zufallsprodukt. Die Hersteller arbeiten konzentriert am Klang ihrer Produkte und beschäftigen dafür Akustik-Experten. Schon kleinen Jungs treibt das Geräusch eines Motors den Puls in die Höhe. Man könnte fast behaupten, dass bei unserem Zweitgeborenen die Begeisterung an der Zusammenballung der Akustik eines Motors und der dazugehörende Pegel an mechanischen Geräuschen in die Wiege gelegt wurde. Jede mechanische Luftschallanregung löste bei ihm eine Herzfrequenzsteigerung aus. Doch die Honda XL 185-Maschine seines Vaters übertraf jede Vorstellung seiner Reaktionen. Silas rannte mit einem Freudenschrei auf seinen kleinen, noch wackligen Beinen vor das Haus, sobald er den Ansaug-Auspuffvorgang von Papis Töff auch nur von weitem herannahen hörte. Es war eine Art von Glückshormon, das ihm da als Echo aus dem peruanischen Dschungel entgegen knatterte. Er hätte die Maschine jederzeit aus allen Motoren herausgehört. Und was machte die alte Honda für einen Unterschied zu allen anderen Motorgeräuschen? Es war nicht der Motor selbst. Dessen Akustik verriet ihm nur,  dass sein Vater auf der Maschine sass. Seine Liebe galt ihm! Silas weinte, wenn Papi weg fuhr, und er lachte, wenn er nach Hause kam. Das war kein Lobpreis mehr auf die Akustik-Experten, das war wahre Anbetung für den Besitzer der Honda! Alle unsere drei Kinder kannten den Ton, mit dem ihr Vater die Musik machte, und sie liebten dieses väterliche „4Takt-Knattern“! Aber einer lief aufgeregter als seine Geschwister, weil ihm nichts Besseres passieren konnte, als in der Gegenwart seines Vaters zu sein!

Muss ich da noch Erklärungen machen, was der Unterschied von Lobpreis und Anbetung ist? Es hat damit zu tun, wem unsere Liebe gilt. Lobpreisen kann jeder, anbeten nur der, der den Vater kennt. Damit ich anbeten kann, muss ich den lieben, der mich zuerst geliebt hat! Gott sucht wahre Anbeter, nicht Anbetung!

Joh. 4,24: Die wahren Anbeter beten den Vater im Geist und in der Wahrheit an.

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