JokerEi der Daus! Unsere Tageskinder bringen mich zum Grinsen! Wie war ich belustigt über den Neunjährigen, welcher sich mit viel Scharm bemühte, die Fünfjährige beim „Skipbo“ spielen dazu zu bringen, den Joker so zu setzen, dass er vor allem ihm selber nützte. Mit seinem ganzen Liebreiz argumentierte er für seinen tollen Schachzug!

Ich bin nicht gern ein Spielverderber, aber mich bedrückt ähnliches Verhalten in christlichen Events mehr. Man wirbt mit „Jokern“ für eine charismatisch positive Aura. Das beginnt schon beim Vaterunser mit dem immer wieder auftauchenden Schlagwort: „Wie im Himmel, so auf Erden!“ Wiiir bauen Gottes himmlisches Reich auf Erden! Doch wie geht die Spielregel richtig?

“Unser Vater im Himmel… DEIN Name werde geheiligt- DEIN Reich komme!!! – Punkt! – DEIN, ja, DEIN, NUUUR DEIN, IMMER DEIN WILLE geschehe…!“ – Aaaha! – Also Gottes Wille wie im Himmel, so auf Erden! Das ist kein Joker! Das ist Herrschaft! Was braucht ein König, um regieren zu können? Ein Königreich! Was braucht ein Reich, um ein Königreich zu sein? Einen König!

Und was tun wir stattdessen? WIR bauen einen Himmel auf Erden!!! Wir rufen: “Siehe hier, siehe da, so muss man richtig bauen!“ – Der König selbst hat seinen Willen kund getan, aber wir haben unsere eigene Strategie. Wir organisieren Gottes Reich mit Jokern. Wir halten nicht mehr sorgfältig genug nach Gottes unsichtbarem Herrschaftsgebiet Ausschau, welches “in der Kraft Elias“ durch das Wort Gottes in unsere Herzen kommt: Nämlich um die Gerechtigkeit Gottes und die Ohnmacht der Götzen in und um uns zu offenbaren! Stattdessen tun wir das, was Jesus verboten hat (Luk.17,20-24): Wir laufen schillernden “Gottesbauarbeitern“ nach. Aber ihre Früchte sind wurmstichig und verfaulen. Die Reformation der Herzen bleibt aus, vertrocknet… es gibt weder Tau noch Regen… weil wir heimlich fett absahnen!

Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äusseren Anzeichen erkennen kann. Luk. 17,20

1 Kommentar zu “„Heimlifeiss“”

Liebe Anita,
villeicht erinnerst Du dich an mich, denn im Jahr e 1976/77 ging ich bei Euch zu Hause ein und aus und betreute zusammen mit deinen Eltern den italienischen Hauskreis.
Dann sind wir uns mal bei einer VFMG Konferenz wieder begegnet.

Ich geniesse es immer deine Kolumnen im CIB zu lesen. “Heimlifeiss” hat mir sehr aus dem Herzen gesprochen. Deine Art Zustaende anzusprechen und so zu beschreiben dass es zum Nachdenken anregt, ist eine Gabe die Gott Dir gegeben hat. Setze sie weiter ein; froehhlich und klar! Und lass sie nicht verstummen.
Heimlifeiss macht etwas zum Thema das in vielen Gemeinden und im Leben von Glaeubigen bewusst oder unbewusst aktzptiert und praktiziert wird.
Danke dass du darauf hingewiesen hast.
Liebe Gruesse und herzliche Segenswuensche,
Paul Minder

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