Bildergebnis für GiftnapfMein Hausarzt teilt in seiner Freizeit meine Leidenschaft zum Schreiben. Er schreibt Ärzte-Krimis, die, wenn man sie zu lesen beginnt, nicht mehr aus der Hand legen will. Einer seiner drei Bestseller heisst „Giftnapf“, und handelt von einer kleinen Landpraxis im Emmentaler Napfgebiet. Unter anderem geht es um seltsame Notfälle, einsilbige Patienten, wortgewandte Prediger und um dubiose Todesfälle.

Mein Hausarzt beeindruckt mich, denn er verschreibt sich nicht in erster Linie der Medizin, sondern dem Wohl seiner Patienten. Warum ich das behaupte? Er hört zu und nimmt mich als Patientin ernst. Er verordnet nicht bloss Rezepte, sondern er weiss, dass es in seinem Beruf um existentielle Fragen, Ängste und grosse Hoffnungen geht. Ich erkenne das daran, wie er zu hohe Erwartungen an die Gesundheit taktvoll abmildert. Er weiss, wo die „Giftnäpfe“ seiner Patienten u.a. liegen, nämlich in zu hohen Ansprüchen an die Medizin, den Arzt, aber auch an Gott. Ich vermute, er hat Erfahrung mit bibelgläubigen Patienten, denn warum sonst hätte er mir einmal trostvoll zugesprochen, dass auch Christen krank sein dürfen! Er kennt den Missbrauch von Medikamenten, und ich denke, er weiss auch um das Gift von christlichem Idealismus. Ich rechne ihm dies hoch an, unterstützt er doch genau meine tiefste Überzeugung: Aus dem Evangelium wird oft statt Trost ein Giftnapf, nämlich dass alles im Leben eines Christen aufgehen muss!

Ich meine, mein Hausarzt hat darin Unterstützung in der Person Jesu, der uns auch nichts über das irdische Leben beschönigt, aber uns unsäglich tröstet mit den Worten:

Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in MIR Frieden habt. In der Welt werdet ihr hart bedrängt. Doch ihr braucht euch nicht zu fürchten: Ich habe die Welt überwunden.                                                     Johannes 16,33

Frieden mit Gott ist stärker als jede Medizin. Ich lebe gerne in SEINEM Frieden, der mich über dieses kurze irdische Leben hinaus begleitet. Das macht mich bereit für die Ewigkeit!

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