Bildergebnis für lustiges essenOnkel Siegfried erreichte von meinen 22 Onkels das Siegespodest meines Herzens. Kein anderer war so lustig und grosszügig wie er. Am allerschönsten waren seine Geschichten. Sie waren so spannend, dass man Gänsehaut davon bekam. Schon nur deshalb ging ich gerne zu meiner Cousine in die Ferien. Dort war mein Mund voll Lachens; etwa wenn ich zuschaute, wie mein Onkel in der Mästerei die Schweine fütterte und die Säue sich um die Tränke kämpfend in den Schweinetrog warfen! Aber auch Menschen haben besondere Essgewohnheiten. Nie habe ich vergessen, wie mein Onkel Siegfried sich einen Teller Schwarzwäldertorte mit Sauerkraut aus dem Kühlschrank holte und genüsslich verspeiste. Er war ja zuhause, er durfte das, wie auch alle anderen Familienmitglieder. Meine Cousine hatte dafür Spass an den „Zebraschnitten“, die wir bei mir Bildergebnis für nutellabrot mit käsezuhause vertilgten. Die Brotscheiben wurden streifenweise mit Mayo, Senf und Tomatenpüree bestrichen und mit Aromat bestreut. Zuhause durfte ich das. Unsere Kids dagegen schmausten lieber trockenes Mehl mit Zucker. Doch den Bogen hat mein Willy überspannt: Er mag Nutellaschnitte mit Schinken belegt! Ja, wenn man zu Hause is(s)t…!

Wenn wir den Hausschlüssel besitzen, dann haben wir Zugang zu den Vorratskammern. Auch Gottes Hausgenossen kennen die geheimen Quellen ihres himmlischen Vaters. Sie dürfen als seine Kinder an den „himmlischen Kühlschrank“ und sich nach Herzenslust sättigen mit den guten Gaben Gottes. Nur Knechte und Fremde rümpfen bisweilen die Nase und verachten die Herrlichkeiten der Erben des Hauses. Manch einer schüttelt den Kopf über die „Geschmacklosigkeiten der Frommen“. Doch auch sie müssen erkennen, wo ein Gotteskind zuhause ist. Dies freut sich nämlich am Überfluss des Vaters und greift kräftig zu. Es ernährt sich nicht am Schweinetrog, sondern von den Schatzkammern seines Vaters, in Gottes Wort!

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Eph. 2,19

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