mammut-17446Der kleine Enkel meiner Turnkollegin kann sich glücklich schätzen. Er kennt noch keine Scham vor „falschen“ Fragen, jedoch ein Taktgefühl, das manchem Erwachsenen gut stehen würde. Vorsichtig tastete er sich an die Sache heran, die ihn brennend interessierte: „Grosi, ich weiss, dass du noch nicht alt bist, du bist noch jung! Aber sag mal: Als du noch jung warst, gab es da noch Mammuts?“ Was für ein außergewöhnliches Grosi! Sie könnte glatt ins Guinnessbuch der Rekorde eingehen, denn die letzten Mammuts sind vor rund viertausend Jahren ausgestorben!

Die Vorstellung dieses Kindes ist leider in unserer heutigen Zeitepoche nicht wirklich kulturrelevant, denn die ältere Generation ist nicht mehr „jung wie ein Mammut“.  Junge Leute wachsen kaum noch in der Verantwortung gegenüber ihren Grosseltern auf, und pflegen infolgedessen ihre Jugendkultur unter sich alleine. Wie kostbar wäre es doch, wenn die Weisheit des Alters wieder auf die Kraft der Jugend treffen würde!

Nichtsdestotrotz, es gibt sie noch, die Senioren, die es wirklich schaffen, die bildlich gesprochene  „Reise durch die Eiszeit“ zu unterbrechen, und sich – trotz Diskriminierung des Alters durch die digitale Technik – in die Nähe der Jugend bewegen. Solche Väter und Mütter ‚in Christus’ geben den Staffelstab des Glaubens weiter, weil sie wissen, dass Gott das Nacheinander der Generationen segnet. Das erkennen wir z.B. in den Geschlechtsregistern der Bibel. Es ist darum kein bedauernswerter Zustand, als Kind in einer christlichen Familie aufzuwachsen, sondern ein Vorrecht. Es ist auch kein Grund zum Lamentieren, wenn unsere Gemeinden durch eigenen Nachwuchs wachsen. Es ist vielmehr die Segensgeschichte Gottes, durch die er sich den Völkern offenbart.

Denen, die mich lieben und meine Gebote halten, bin ich gnädig. Über Tausende von Generationen werden auch ihre Nachkommen meine Liebe erfahren.  2.Mose 20,6

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