26f39__shabby2Bchic2B12BhotnewsblogEs ist unglaublich, wie liebenswert Rost und Müll sein kann! Ich kann mich an den vielen Möglichkeiten, wie aus altem Klimbim Neues entsteht, nicht satt sehen. Recycling ist eine Tugend geworden: Abfallprodukte werden wiederverwertet. Was kann man nicht alles aus Schrott herstellen! Aus Rost wird Kunst: Ein Eisenrad als Vogelleib, zwei Sensenklingen als Schnabel, zwei Pflugscharen als Flügel und angeknickte Leitungsrohre als Beine zeugen von unglaublicher Kreativität. Besonders angetan hat es mir aber „Vintage Deko“ oder „Shabby Chic“. Im Internet findet man ein unglaubliches Sammelsurium, wie man alte Gegenstände wieder ins Rampenlicht stellt und schäbige Möbel mit etwas Farbe und Kunst in nostalgischen Schick verwandelt.

Doch je länger ich über „schäbigen Schick“ nachdenke, desto mehr verhöhnen mich meine eigenen alternden Knochen: Bald werde ich selbst so etwas wie ein nostalgisches, wurmstichiges Möbel sein! Dies macht mir nur in Anbetracht meiner Wehleidigkeit Kummer, nicht aber wegen der grauen Haare.  Die Wirklichkeit eines Gotteskindes ist nämlich nicht die, wie ein rostiger Deko-Storch aus wiederverwertetem Müll in die Ewigkeit einzugehen. Die Ewigkeit wird unversehrt sein und nimmt längst in mir Gestalt an! Alles Schöne auf dieser Welt ist bloss „Shabby Chic“ und Gottes Volk darf sich niemals bloss da

mit zufrieden geben. Sogar der König Salomo, der sich alle kühnsten Träume auf Erden erfüllen konnte, empfand dies nur als ein „Haschen nach Wind“. Der aufgerissene Lack unserer Natur und Gesellschaft werden nie zu einem wiederverwertbaren Paradies. Es ist etwas anderes, was unser Herz wirklich neu macht: Die Güte Gottes! Gott selber muss in uns die Ewigkeit beginnen, und er tat es durch Jesus Christus. Es ist Güte ohne Beimischung von vergänglichem Müll! Kein Wunder, dass wahre Gotteskinder mit der Güte ihres Herrn zufrieden sind!

 Mein Volk soll zufrieden sein mit meiner Güte, spricht der Herr.    Jer. 31,14

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