Prediger 4,1:  Wiederum sah ich alles Unrecht an, das unter der Sonne geschieht, und siehe, da waren Tränen derer, die Unrecht litten und keinen Tröster hatten. Und die ihnen Gewalt antaten, waren zu mächtig, so dass sie keinen Tröster hatten.

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Jesus
Da hängst du
Zwischen Himmel und Erde
Hingerichtet
Als Verbrecher!

Jesus –
Du kannst jetzt nicht sterben
Mich einfach im Stich lassen
Ich habe dir vertraut
Bin dir nachgefolgt
Sende Engel vom Himmel
Um uns zu retten
Alle Feinde zu vernichten
Ich dachte du kannst alles
Aber nein – DU stirbst!

Du hast versagt
Hast deine Schutzbefohlenen
Im Stich gelassen
Leere Worte, leeres Gerede
Leerer Glaube, leere Hoffnung
Kein Schutz, keine Liebe
Vom Feind gekennzeichnet
Dem Tod verfallen
Tot – für immer
Wie ich!

Du hast mich alleine
Meiner Trauer
Meiner Bitterkeit
Meinem Selbsthass überlassen
Meinem Hass auf deine
Und meine Feinde
Die dich aus meinem Glauben
Herausgerissen haben
Sie haben mir mein Leben und
Meinen Messias zerstört.

Was sie mir angetan
Das lässt dich kalt
Denn du bist tot –
Hilft dir Gott
Dann hilf dir selbst
Ich muss mein eigener Retter sein
Trauer, Depression
Eingeschlossen hinter meinen Mauern!

Doch plötzlich steht er vor mir
Der Auferstandene
Bricht durch meine Mauern:
„Friede sei mit dir!“

Tausend unausgesprochene Fragen
Donnern aus mir heraus -
Hör mir zu:
Wo warst du,
Als ich dich so bitter nötig hatte
Und keinen Schutz von dir bekam
Entblösst und nackt
Nach deiner Liebe
Und um Hilfe schreiend
Man hat mir meine Kleider entrissen
Ich wollte dich lieben
Stattdessen habe ich begonnen
Dich zu hassen
Denn du hast an mir versagt!
Schande über mir
Schande über dir!

Und Jesus sah mich an
Ein Blick voll vergebender Liebe
Dem keiner widerstehen kann:
Sieh meine Verletzungen
Reich deine Hand
Lege sie in meine Wunden:
Ich war der Verstossene
Der Geschundene
Der Ungeliebte und Verhasste
Der Missbrauchte
Geschändet und nackt
Dem Teufel und dem Tod verfallen
Markiert an Händen und Füssen
Als Freiwild für jeden Mutwillen
Ich habe deine Wunden
Zu meinen eigenen gemacht
Damit ich dich
Aus der Macht des Fluches
Herausreissen konnte.

Und ich erkannte jäh –
Wie einer der blind war
Und nun klar sah –
Das ganze Ausmass seiner Liebe
Und meiner Anklage
Blind im eigenen Grauen
Für das was sie IHM angetan
Jesus starb freiwillig
Um meine Wunden
zu seinen eigenen zu machen
Nicht um mich zu enttäuschen
Sondern um meinen Tod zu besiegen
Er ist auferstanden
Damit ich leben kann.

Ein Strom von überfliessendem Heil
Floss wie Salböl
Durch meine Seele
Hinein in die Bitterkeit
Meines Herzens
Seine Liebe im Opfer
Wird mir zur Heilung
Überwindet jeden Tod
Stellt mich wieder her
Durch seine Wunden
Bin ich geheilt.

Und meine Fragen auf das Leid?
Ich habe immer noch
Keine Antworten darauf
Ich brauche sie nicht mehr.
Zu wissen, dass der
Der mich so liebt
Die Antwort hat
Ist mir genug.

Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HERR, weil man dich nennt: »die Verstossene« und: »Zion, nach der niemand fragt«.

Jeremia 30,17

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