Gott ist absolut rein und ohne Fehler!! Alles was er schafft und tut ist fehlerlos und perfekt!!!

Als er die Welt schuf, sagte er: „Siehe, alles ist sehr gut!“, was so viel bedeutet wie fehlerlos, unvergänglich, unsterblich – einfach ohne Makel. Zu dieser Makellosigkeit Gottes gehört auch, dass ER die Menschen, die er nach seinem Bild geschaffen hat, ebenso fehlerfrei und gerecht gemacht hatte. Er hatte den Menschen sogar in seiner Entscheidungsfreiheit, in seinem freien Willen, gottähnlich gemacht. Dies war Teil seiner perfekten Schöpfung. Ohne die Möglichkeit der Mündigkeit wäre sein ihm ähnliches Geschöpf nicht perfekt – eben Gott unähnlich – und somit unvollkommen. Gott kann aber nichts Unvollkommenes schaffen!!!

Beziehung oder Instinkt?

Weil Gott nun vollkommen, heilig und gerecht ist, muss er alles Unvollkommene und Mangelhafte ausrotten. Geschöpfe, die sich gegen ihren Schöpfer auflehnen, werden von ihm verworfen. Unreines verträgt sich nicht mit Gottes Wesen.

Wie kommt es denn, dass Gott den ersten Menschen die Möglichkeit offen gelassen hat, sich gegen seinen Herzenswunsch – dass der Mensch ihm vertraue – entscheiden zu können?

Ich persönlich erkenne darin etwas von der Liebe Gottes, dass er sein ihm ähnliches Geschöpf beziehungsfähig gemacht hat, und wir nicht aus einem Instinkt heraus Gott dienen müssen. Beziehung ist immer freiwillig!

Autonomie gegen Gottes Fürsorge

Es war die Verlockung zur Selbstbestimmung, die den Menschen zu Fall gebracht hat. Adam und Eva hatten sich nicht aus Unwissenheit selbst das Todesurteil gegeben, indem sie sich gegen die fürsorgliche Abhängigkeit Gottes entschieden haben. Sie wussten, dass sie sterben müssten, wenn sie von dieser verbotenen Frucht essen würden. Das war genau genommen Rebellion gegen Gottes Souveränität! Adam und Eva verloren das kostbarste Gut ihres Menschseins: Die Gott-Ähnlichkeit und die ewige Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer! Sie hatten durch ihren Vertrauensbruch – sprich Sünde – nichts mehr gemeinsam mit Gott, sowenig wie Wasser mit Öl! Sie mussten aus Gottes heiligen Augen vertrieben werden und schlussendlich sterben!

Ist Gott ungerecht?

Jeder Mensch schreit nach Gerechtigkeit! Wollen wir nun einen gerechten Gott oder nicht??? Wie kommt es denn, dass wir Gott vorschreiben, wie ER Gerechtigkeit definieren soll oder nicht? Wir wissen nun, dass in Gott nichts Unvollkommenes oder Unreines ist. Und deshalb hat er entschieden, dass alles Unreine vernichtet – also aus seiner Gegenwart entfernt werden muss!

Gott wollte eine Beziehung zu den Menschen pflegen, aber sie haben sich gegen ihn aufgelehnt. Der Wunsch nach Unabhängigkeit hat den Menschen die Möglichkeit genommen, mit Gott selber in enger Gemeinschaft zu leben, wie dies zu Anfang war.

Hat Gott einen Reinheitszwang?

Reinheit ist nur rein, wenn sie nichts mit  Unreinheit zu tun hat! Gottes „Perfektionismus“ hat absolut nichts mit dem Streben nach Fehlervermeidung noch mit Leistungszweifel zu tun wie bei uns Menschen. Gott kann gar keine Fehler machen! Er ist heilig, was so viel wie „abgesondert“ heisst. Heiligkeit ist ein Wesenszug Gottes, der die Reinheit liebt und das Böse abweist, eben wie Wasser das Öl. Das bedeutet, dass Er abgesondert und völlig unterschieden ist von allem, was wir Menschen erkennen und verstehen können. Wir können Gott in Seiner Heiligkeit nicht ergründen.

Gott hasst Sünde

Gott sagte, dass alles was nicht aus Gott geboren ist, verdammungswürdig sei und aus seinen Augen muss. Auch wir als Nachkommen von Adam und Eva sind durch und durch behaftet mit ihrem sündigen Erbe! So wie eine Kakerlake keinen Schmetterling hervorbringen kann, so auch ein Sünder kein Gott ähnliches Wesen. Gott müsste den Menschen ganz neu erschaffen, damit er wieder „aus Gott geboren“ sein könnte.

Anspruch auf Gerechtigkeit?

Das Streben nach Unabhängigkeit steckt seit Geburt in uns. Wir wollen alles selber bestimmen, nur ja nicht von jemandem abhängig sein, denn das ist etwas für „Weicheier“! Aber auf die Gerechtigkeit Gottes meinen wir trotzdem einen Anspruch zu haben. Wir schreiben dem reinen und vollkommenen Gott vor, was wir unter Gerechtigkeit verstehen. Wir fordern Belohnungen auf einen moralisch hochstehenden Lebensstil. Wir definieren, was Gott an „ sündigen Geringfügigkeiten“ in uns tolerieren muss und fordern gleichzeitig gerechtes Gericht gegenüber den Menschen, die sich an uns verschuldet haben. Was würdest du zu einem Richter sagen, der dir trotz für dich sprechender Gesetzesparagrafen keine Gerechtigkeit widerfahren lassen und das geschehene Unrecht an dir als kleine Bagatelle abtun würde?

Unsere Schuld

Wenn wir finanziell bankrott wären, würde es auch nicht reichen, unsere Gläubiger mit einem täglichen Kaffee und Gipfeli zufrieden zu stellen. Die Schuld muss beglichen werden, wenn wir nicht das Betreibungsamt vor unserer Tür empfangen wollen. Schlimmstenfalls verliere ich Hab und Gut und muss vielleicht gar mit einer Gefängnisstrafe rechnen.

Gottes Gesetze fordern nichts Geringeres als den Tod über dem, der an dir Unrecht getan hat, und Gott ist kein ungerechter Richter. Aber genau so wenig kann Gott deine Beleidigung gegenüber deinem Nächsten als Bagatelle wegwischen. Wenn deinem Nächsten durch dich Unrecht geschehen ist, so muss auch diese aus menschlicher Sicht noch so kleine Ungerechtigkeit aus Gottes Gerechtigkeit heraus bestraft werden. Und was steht für eine Strafe auf Beleidigung? Jesus sagte dazu:

Ich sage euch: Jeder, der auf seinen Bruder zornig ist, gehört vor Gericht. Wer zu seinem Bruder sagt: ›Du Dummkopf‹, der gehört vor den Hohen Rat. Und wer zu ihm sagt: ›Du Idiot‹, der gehört ins Feuer der Hölle.      Matth. 5,22

Und in Römer 6,23 steht, dass auf Sünde (= alle Ungerechtigkeiten) die Todesstrafe steht! So sieht bei dem gerechten Gott Gerechtigkeit aus. Bei Gott gibt es keine Bagatellen! Wir haben ohne Ausnahme alle den Tod verdient!

Gute Nachricht!

Evangelium heisst „gute Nachricht“ oder „Siegesbotschaft“!

Gott hätte nun sagen können: Das war doch nicht so eine gute Idee mit dem Menschen. Wir lassen ihn in der Schöpfung weg. Er zerstört sowieso nur all das, was ich vollkommen geschaffen habe. Also vernichten wir ihn. Aber nein – obschon Gott sich selbst genügen und den Mensch nicht brauchen würde, schuf er einen Ausweg, so dass der Mensch wieder zu ihm zurück in seine Gemeinschaft kommen darf. Gott hätte das nicht nötig gehabt, denn er braucht niemanden dazu um zu lieben, weil er in sich selbst Liebe ist. Seine Reinheit verlangt jedoch das Vernichten aller Ungerechtigkeit, und in der Bibel lesen wir, wie sehr Gott die Sünde hasst. Wie sehr er sie wirklich hasst erkennen wir besonders am Leiden und Sterben von Jesus. Er hat seinen Sohn freiwillig!!!  geopfert. Es war für ihn ein wirkliches Opfer, denn er hätte ja an seiner Stelle die Menschen vernichten können. Jesus war jedoch als einzig Unschuldiger die einzige Rettung, Gottes schrecklichem Gericht – das wir alle verdient hätten – zu entkommen.

Gottes Schmerz

Das unglaubliche an dieser Story ist, dass es Gott wirklich schmerzte, uns in unserer Verlorenheit zu sehen. Es schmerzte ihn, wie die Menschen begannen, die Rückverbindung zu ihm zu suchen, indem sie sich anstrengten, seine Gesetze zu befolgen. Erfolglos, denn die Beziehung zu ihm war zerstört!! Eine Rückverbindung war aus Gottes Reinheit heraus nicht mehr möglich! Es schmerzte ihn, all das Leid und Elend zu sehen, welches der Mensch durch sein Streben nach Unabhängigkeit und nach Gottähnlichkeit geschaffen hat. Was daraus entsteht, erfahren wir tagtäglich in den Medien. Auch die vielen Religionen zeugen von der Selbstzerstörung der Menschen, die aus versuchter Selbsterlösung heraus erwächst. Und Gott ist auch unglaublich zornig auf die Menschen, weil sie seine Gerechtigkeit missachten und verharmlosen.

Wie kann ein liebender Gott ein solch grausames Opfer von seinem Sohn verlangen?

Ich glaube, dies ist der entscheidendste Punkt in unserem Verständnis von Gottes Liebe zu uns Menschen: Gottes Schmerz führte im Grunde genommen ihn selber ans Kreuz. Gott hat sich selbst geopfert, indem er die Vollkommenheit seines Sohnes dadurch zerstörte, dass er die Gräueltaten der Menschen auf ihn legte.

Aber ist  Jesus deswegen auch nur eine Minute lang ein unfreiwilliges Opfer Gottes gewesen? War er auch nur eine klitzekleine Sekunde lang das Opfer einer menschlichen Verschwörung? Hat er nicht über jede Handlung und Gräueltat, die ihm widerfuhr, Bescheid gewusst und es erduldet! Hat Jesus nicht jede Szene in der Kreuzigung freiwillig auf sich genommen! Nicht einen Gedanken lang war Jesus wehrlos! Er hatte sämtliche Heerscharen seines Vaters hinter sich, und trotzdem hat er sich als Schwerverbrecher hinrichten lassen und den Zornesbecher Gottes über die Ungerechtigkeit – welcher aus dessen Reinheit heraus entsprang -  klaglos getrunken!

Das hat meine und deine Schuld bewirkt

Gott ist kein blutgieriger Rachegott! Er hatte keinen Blutdurst verspürt, als er die Gräuel über seinem Sohn zuliess. Aber vielleicht verstehst du dadurch etwas besser, was unsere sogenannten Bagatellen bewirkt haben.  Er wollte dir damit zeigen, was Gerechtigkeit und Gnade bedeuten! Er hat seinen ganzen Zornesbecher über Jesus ausgeschüttet und ihn für eine kleine, unsagbar qualvolle Zeit verlassen, damit du und ich nicht mehr Gottverlassen sein müssen. Gott hat sich selbst durch Jesus Christus zerschinden lassen, um dich wieder in seine Gemeinschaft zu stellen und dich durch seine Gerechtigkeit über dir wieder Gott-ähnlich zu machen. Gott  hätte die Beziehung zu dir nicht nötig gehabt. Aber er wollte dir zeigen, was Barmherzigkeit und Liebe ist, die durch seine Gerechtigkeit heraus wächst. Unser Gerechtigkeitssinn wird dieses Wunder nie ganz fassen können!

Nochmals neu beginnen

Alles, was nicht aus Gott geboren ist, muss sterben. Durch den Tod und die Auferstehung Jesu wurde unsere Sündenschmach endgültig aufgehoben. Jesu Tod wurde uns zur Gerechtigkeit, seine Auferstehung zu unserer „Neugeburt“! Das ist wie mit der Raupe und dem Schmetterling: Wir können sozusagen eine Neuschöpfung werden, die nichts Verdammendes mehr aufweist!!!! Auch wenn wir in unserem irdischen Leib noch fehlerhaft und unvollkommen sind, können wir bereits für Gottes Augen vollkommen sein, indem wir das Opfer Jesu für uns in Anspruch nehmen!

Nimmst du dieses Opfer an?

Ob du das Opfer Gottes und das Opfer von Jesus annimmst, darfst du entscheiden. Du darfst dich wie die ersten Menschen selber entschließen, ob du von Gott abhängig sein möchtest oder unabhängig, ob du Gottes fürsorgender Liebe vertrauen willst oder nicht! Kann man ein solches Liebesopfer einfach ausschlagen? Kann man seinem Retter hemmungslos die kalte Schulter zeigen? Wehe dem – sagt die Bibel – der solches Geschenk ablehnt und selbstgerecht auf eigene Stärke baut. Gott hasst den selbstgerechten Sünder abgrundtief! Nur dem reuigen Sünder ist er gnädig!

Oder machst du es so wie ich es von einer Person mehrmals erlebt habe? Sie kann es nicht ertragen, dass man ihr etwas schenkt. Sie entschuldigt sich regelmäßig und sagt, dass es ihr nicht recht sei, mein Geschenk anzunehmen. Häufig „bezahlt“ sie mir das Geschenk mit einer Gegenleistung zurück, was mit der Zeit schmerzt. Ist es da erstaunlich, wenn ich damit aufhöre, sie zu beschenken?

Gott hat sich längst entschieden

Wenn sich Gott entschieden hat, sich zu uns unvollkommenen Menschen hinunter zu beugen und uns sozusagen neu zu erschaffen, wie sollten wir noch länger versuchen, das aus eigener Anstrengung zu vervollkommnen, was Jesus am Kreuz bereits getan hat? Dies ist eine Beleidigung für Gott, weil ich damit ausdrücke, dass mir sein Opfer „nicht recht“ ist. Welche Gegenleistung ausser meiner Liebe und Dankbarkeit könnte sein Opfer aufwiegen? Nichts wäre dafür auch nur annähernd annehmbar!

Jesus, der Weg, die  Wahrheit und das Leben

Diese Gewissheit ist für uns Menschen wirklich erfahrbar. Nur im Leben Jesu können wir Gott kennenlernen, wie er wirklich ist, und nur über Jesus finden wir Frieden mit Gott. Einen anderen Weg zu Gott gibt es nicht.

Was muss ich tun?

Gib bei Jesus deine Gottesferne und alle Schuld zu, die du auf dich geladen hast.  Nimm sein Opfer am Kreuz dankbar an, das dir zur Gerechtigkeit vor Gott verhilft. Dann ist es so, als ob du nochmals von neuem geboren würdest, als ob es all deine Schuld und die Trennung von Gott nie gegeben hätte. Dann dank ihm einfach mit deiner Hingabe und deiner Liebe dafür!

Mehr dazu: http://gottkennen.ch.jesus.net/

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