img_00551Ich habe mich gerade schön im flauschigen Nest eingekuschelt und mein Bewusstsein auf Standby-Modus geschaltet, als ein Mitglied der Familie Culicidae (Stechmücken) mich unverfroren mit 1,5 bis 2,5 km/h als ihren auserwählten Gastwirten anfliegt und zur Landung ansetzt:

Mein Alptraum hat begonnen!

Mit dem stechend-saugenden Mundwerkzeug traktiert das Monster meine unbedeckten, empfindsamen Gesichtspartien, und mein Unterbewusstsein gibt der Hand ein Signal zur offenen Kriegserklärung: Das Duell hat begonnen. Das Summen an meinem Ohr treibt mich zur Weissglut, und ich klatsche aufs Geratewohl auf den vermutlichen Aufenthaltsort des fremden Flugobjekts  – doch ohne Erfolg. Ich reibe mir die Wange und drehe das Licht an, um durch gezielte Spionage dem Feind auf die Schliche zu kommen. Es ist wie verhext, der Blutsauger ist wie vom Erdboden verschluckt; doch nur solange, um beim Verlöschen des Lichts das Spiel weiter mit mir zu treiben. Wer den Kampf gewinnen wird bleibt dem Hartnäckigeren von uns beiden vergönnt. Zurück bleiben die Spuren eines Blutflecks oder eine resignierte,  sich kratzende Schläferin. Bei  Letzterem kann sich die Stechmückendame getrost ihrer Bestimmung der Aufnahme von unverzichtbarem Blut zur Fortpflanzung widmen.

Fortpflanzen möchten sich in meinem Kopf auf die gleiche Weise meine negativen Gedanken. Sie kommen in den unangebrachtesten Momenten und wollen sich nicht vertreiben lassen. Doch hier habe ich die Hand am stärkeren Hebel, denn das Licht der Wahrheit ist ihr sicherer Tod:

2. Kor.10, 3-5: Natürlich bin ich nur ein Mensch, aber ich kämpfe nicht mit menschlichen Mitteln. Ich setze nicht die Waffen dieser Welt ein, sondern die Waffen Gottes. Sie sind mächtig genug, jede Festung zu zerstören, jedes menschliche Gedankengebäude niederzureissen, einfach alles zu vernichten, was sich stolz gegen Gott und seine Wahrheit erhebt. Alles menschliche Denken nehmen wir gefangen und unterstellen es Christus, weil wir ihm gehorchen wollen.

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