“Mir läuft die Galle über”, “mir kommt die Galle hoch”: Nicht nur wenn uns das Leben “vergällt” wird, taucht der in der Leber produzierte Gallensaft in Redensarten auf. Bei schwer verdaulichen Speisen kann uns schon mal „Saures aufstossen“. Aber auch bei unverdauten Beziehungsproblemen. Dauerhafte Übersäuerung des Magens jedoch verursacht chronische Magenschleimhautentzündung und kann Magengeschwüre herbeiführen. Liegt uns etwas “wie ein Stein im Magen”, sollten wir unsere Verhaltensmuster und Ernährungsgewohnheiten ändern. Denn mit den ernährungsbedingt hohen Cholesterinwerten “züchten” wir uns über Jahre, ohne es zu merken, Gallensteine heran, und wir werden im wahrsten Sinn des Wortes steinreich!

Wir Menschen gehen sehr verschieden mit dem Sauren des Lebens um. Oft fällt es mir schwer, meinen Part an einer vergällten Situation zuzugeben, oder ich erwarte von meinen Mitmenschen, dass sie meine schlechten Launen ganz schnell vergeben und vergessen.

Heute wurde mir wieder etwas ganz neu bewusst: Ich entscheide selber, ob mir die Galle der Emotionen überlaufen muss oder ob meine Gallensäfte für eine gesunde Verdauung sorgen sollen. Emotionen und Gefühle sind nicht dazu geschaffen, um mir sauer aufzustossen, sondern um unverdauliche Fette zu binden und verwerten. Mit anderen Worten: Wenn ich mit meinem Mann eine Auseinandersetzung habe, kann mir dies entweder den ganzen Tag vergällen, oder ich entscheide mich dazu, mich bei ihm zu entschuldigen und auch seine Fehler freizusetzen – sprich vergeben!

Ich wünsche mir dazu den Geist Jesu, welcher sagt:

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.”

Matth. 11,28-30

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