(Psalm 18,2+3 nach Anita’s Fassung)

Wenn ich schwach bin,
meine Selbstsicherheit schwankt,
meine Kraft einem Korken in den Wellen gleicht,
ein Auf und Ab,
von den Launen eines vergänglichen Körpers umhergetrieben,
dann bist Du, Herr, meine Stärke!

Wenn mir der Grund unter den Füssen schwindet,
ich zitternd wanke,
angsterfüllt, im bodenlosen Fallen zu Dir schreie,
da finden meine Füsse plötzlich wieder festen Halt,
denn Du, Herr, bist mein Fels,
unerschütterlich!

Wenn ich gejagt werde,
mein Puls rast, die Angst mich quält,
dass mich mein Feind erneut einholt,
mich zu Boden zwingt,
dann fliehe ich zu Dir, Herr, meine Burg,
in Sicherheit!

Wenn ich mich ängstige,
gefangen im Netz der Gefühle
und die Sorgen mich umzingeln,
unfähig, mich zu befreien und
meine frühere Freiheit wiederzuerlangen,
dann kommst Du, Herr, mein Erretter!

Wenn ich mitten unter tausend Götter wandle,
mitten in den Stürmen meines Lebens,
denke ich nur an den Einen,
den Wahren und Gerechten,
den Heiligen,
und ich sage: Du, Herr, bist mein Gott!

Dir kann ich trauen,
zu jeder Zeit finde ich bei dir Zuflucht.
Ich freue mich und juble,
denn bei dir bin ich geborgen,
behütet und umsorgt,
denn du, Herr, bist mein Hort!

Wenn mich der Feind auch angreift -
schaden kann er mir nicht.
Denn du wehrst die feurigen Pfeile ab,
und ich verstecke mich hinter dir,
abgeschirmt,
denn Du, Herr, bist mein Schild!

Täler liegen vor mir,
und ich blicke auf sie hinunter,
unendlich dankbar für die Weitsicht
über die gegangenen Etappen meines Lebens.
Die leidensvolle Wegstrecke hat sich gelohnt!
Du, Herr, mein Berg, bei dir finde ich mein Heil!

Und wenn die Sonne mich wieder einmal sticht,
der Mond des nachts mich plagt,
mein Schlaf zum Alptraum wird,
bei dir finde ich immer ein Zuhause -
nie hört deine Treue auf,
denn Du, Herr, bist mein Schutz!

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