Wenn Wellen sich vor mir auftürmen,
das Meer der Ausweglosigkeit sich aufbäumt,
sich in einen Fluchtweg verwandelt,
bleibt keine Zeit,
sich über das Wunder zu wundern,
sich zu fragen,
wenn die Not mich treibt,
hinein in die geteilten Wogen,
gejagt vom Feind.

Wenn die Vergangenheit mir auf den Fersen folgt,
links und rechts die Mauern der Gegenwart -
die Wassermassen sich erheben,
Wogen der Selbstzweifel sich auftürmen,
anklagend mich verhöhnen,
verdrängen diese die Gedanken an die Macht,
die solch gewaltige Mauern aufzuhalten vermag.
Nackte Angst macht sich statt dessen breit,
und alle Wasser drohen über mich zu fallen -
und doch bleiben meine Füsse trocken,
auf sicherem Grund der Tiefen -
und ich gehe vorwärts – immerzu,
der ungewissen Zukunft entgegen.

Als ich zurückschaute, zagend, angstvoll
und wankend in meinen Schritten,
steht das Licht mir im Rücken -
wie ein Schutzwall,
der sich zwischen meine Verfolger stellt,
um mich zu bergen vor der Finsternis dahinter
gegen die Tyrannei und Sklaverei.
So richte ich mich aus nach vorn,
dem Ende meiner Angststrecke entgegen.

Und ist das Ende des Tunnels
noch nicht absehbar,
wende ich meinen Blick getrost nach oben,
zum offenen Himmel über mir -
zu dem Einen,
welcher es vermag,
einen Weg durch das tiefe Wasser zu bahnen,
Wassermassen zu bändigen -
bis ich draussen bin -
um gleich danach alle Wasser loszulassen
aus dem wunderlichen Bann,
um sie über die Sklaventreiber zu ergiessen
und meine Feinde zu verschlingen,
für immer.

Am Strand wird mein volles Herz zur Ruhe kommen,
bewundernd und anbetend den Herrn preisen,
der mich von meiner Bedrängnis erretten kann.
Auch wenn es durch Tiefen des Meeres geht,
soll der Feind mich nicht mehr schrecken,
die Wellen mich nicht verschlingen -
ER wird mich durch das Meer der Gnade,
des Erbarmens bringen.

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